Montag, 29. Oktober 2012

Pest oder Cholera?

Hallo ihr lieben da draußen!

Ich finde kaum die Zeit mich hier her zu begeben und zu schreiben, da mich meine Vorbereitungen zur Prüfung fest im Griff haben und seit Freitag auch meine Ellis nun endlich in unsere alte Wohnung gezogen sind.
Privatleben ist momentan ein unerschwinglicher Luxus.

Getan hat sich hier Einiges....es hat sozusagen im Karton gerappelt!

Um allen Spekulationen zuvor zu kommen...nein ich bin nicht schwanger und werde das demnächst mit Sicherheit auch nicht.
Seit ES+7 habe ich leichte Blutungen die heute dann zur Pest heranwuchs.
Also auch der dritte Zyklus war nix.

Somit hat mein Uterus wieder alles auf Null gesetzt und wir haben heute einen schönen ZT1.
Ob ich noch einen Versuch machen soll....hmm.....wenn ich ehrlich bin...nein!
Ich will meinen Mann und meine Ehe für einen kurzen Augeblick ohne das Damoklesschwert "Kinderwunsch" genießen.
Hinzu kommt langsam aber sicher die Unsicherhit wegen seines Arbeitsplatzes, auch wenn er immer sagt, dass er nicht bei der Massenentlassung dabei sein wird.
Aber...weiß man es?? Nein...natürlich nicht!

Meine Prüfungen stehen vor der Tür (noch vier Wochen) und ich habe das Gefühl mein Hirn wird das neue Zentrum eines galaktischen schwarzen Loches sein, was alle verschlingen wird.

Was auch noch ein Faktor ist, ist das liebe Geld.
Mein Chef hatte mir eine Halbtagsstelle angeboten (60%) allerdings zu recht schlechten Konditionen.
Wir sind nicht an den Tarifvertrag gebunden, deswegen geht auch eine schelchtere Bezahlung als ortsüblich.
Ohne Zahlen nennen zu wollen, ist mir eigentlich nicht möglich diese Stelle anzunehmen.
Würden gerade so eben hin kommen aber leben ohne Sorgen wäre nicht möglich.

Jetzt verhält es sich so, dass hier im Uniklinikum verschiedene Stellen als Krankenschwester frei wären und ich mich sicher bin, dass ich gute Chancen hätte.
Netto wären bis zu 1800€ drin, was unsere Situation massiv verbessern würde.

Jetzt gestaltet sich aber das Problem so, dass ich ein bisschen traumatisiert bin was den Pflegebreich angeht.
Zuletzt, als ich noch stationär arbeitete, hatte ich alle 6 Wochen einen Schub und war wirklich schlecht dran.

Was wenn das jetzt wieder passiert?
Wenn ich wieder krank werde?
Die Angst vor der Angst macht mich schon irre.

Mein Mann sagt mir, dass er die Reißleine ziehen würde, sobald er merken würde, dass es mir schlecht gehen würde.

Ich hätte wieder Früh-Spät-Nachtschichten und nur jedes zweite WE frei.
Alles Kriterien die ich nie wieder erfüllen wollte, aber mein Herz hängt an diesem Beruf und ist nicht nur ein Job für mich.

Soll ich es einfach mal ausprobieren??
Soll ich das Risiko einfach eingehen und schauen was passiert?

Den Kinderwunsch müsste ich weiter nach hinten verschieben, vielleicht um ein Jahr oder so, aber das wäre auch ok.

Was meint ihr?
Soll ich die Pest wählen und wenig Geld verdienen, aber 4 Tage in der Woche frei und auf Sparflamme leben?
Oder doch Cholera mit einer 100% Stelle, weniger Freizeit als oben genannt aber ein finanziell besseres Standbein immer mit der Angst im Nacken eventuell einen Schub zu haben? (Vielleicht ist ja schon die Angst davor die krank macht....)

Kommentare:

  1. Wenn dein Mann wirklich die Reißleine zieht, und das früh genug, würde ich es versuchen, wenn dein Herz an dem Beruf hängt...und vielleicht kannst du dann auch die Angst etwas eindämmen?!

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  2. Warum nicht als Krankenschwester mit einer 80% Stelle, wäre doch ein Kompromis zwischen Freizeit und Geld!!

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  3. Lass das deinen Bauch entscheiden. Der weiß immer am Besten was das Richtige ist.

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